Aktuell:
5. März 2007
Liebe Badbesucherinnen und -besucher!
Seit dem 31. Januar 2007, dem Tag des unverständlichen Ratsbeschlusses mit der angekündigten Konsequenz der Schließung des Viktoriabades in ungefähr drei Jahren, hatten wir die Gelegenheit, über diese Entscheidung nachzudenken.
Man kann es nicht anders sagen:
Diese Stadt wird nicht nur miserabel gemanagt, sie hat auch - mit Ausnahme des viel zitierten Strukturwandels - im Bereich der Stadtentwicklung keine wirkliche Zielplanung zu bieten. Man kann die Verquickung von Haus der Bildung am Bottlerplatz und dem Bäderkonzept nicht einordnen, außer mit dem Begriff des "Kuhhandels".
Entlarvend ist auch die Vorgehensweise in der Ratssitzung: Man schob die eigentlich für den 29. März 2007 geplante Abstimmung über das Bäderkonzept per Änderungsantrag in den Tagesordnungspunkt Haus der Bildung am 31. Januar 2007. Wir bezweifeln stark, ob die GONRW eine derartige Vorgehensweise zulässt. Jedenfalls haben wir die Kommunalaufsicht um Überprüfung gebeten......
Mittlerweile hat sich ein Verein "Unser Viktoriabad e. V." gegründet. Er soll als Förderverein die Bedeutung des Viktoriabades für die Bevölkerung dieser Stadt hervorheben und wird sich über einen kleinen Jahresbeitrag durch verschiedene Projekte und Aktionen vorstellen.
Wir kooperieren mit diesem Verein und planen eine gemeinsame Strategie, um im entscheidenden Moment eine
Schließung des Viktoriabades noch zu verhindern.
Wir empfehlen allen am Erhalt des Viktoriabades interessierten Bürgerinnen und Bürger die Mitgliedschaft in diesem Verein.
Heinz Gimpel
für die Bürgerinitiative Viktoriabad
A K T U E L L :
16.1.2007:
Bitte kommen Sie zu unserer Besprechung am 23. Januar 2007 um 18 Uhr in die Gedenkstätte im Viktoriabad-Komplex!
Es ist dringlich und sehr wichtig.
Vermutlich müssen wir ein Bürgerbegehren initiieren und dafür brauchen wir viele Mitstreiterinnen und -streiter.
Anders, so glauben wir jetzt, wird das Viktoriabad nicht zu retten sein.
Mitmachen!!
Heinz Gimpel
Tel. 0228 638940
N E U ! !
A K T U E L L
Vor der Sportausschuss-Sitzung am kommenden Donnerstag, 11. Januar 2007 um 18 Uhr im Stadthaus, Sitzungssaal Nr. 1, haben wir die Stadtverordneten aller Fraktionen noch einmal über unser Bäderkonzept informiert.
Es folgt der Text:
Sehr geehrte Damen und Herren,
alles gute im Neuen Jahr.
Sie haben sicherlich die Stellungnahme der Stadtverwaltung zu unserem Bäderkonzept gelesen. Ich möchte diese jetzt nicht weiter kommentieren, das geschieht an anderer Stelle.
Mir und meinen Mitstreitern geht es um etwas völlig anderes.
Wir lenken in unserem Konzept den Blick auf eine Konzentrationslösung für Schulen und Vereine.
Ein Hallenbad nur für diese Gruppen hat nicht nur den Vorteil der Konzentration dieser kommunalen Angebots- und Versorgungsaufgaben an einem Platz, es ist auch ein attraktives Angebot zur sozialen Integration. Wenn man das Frankenbad in der Nordstadt als wichtiges sozialintegratives Element beschreibt, so kann nichts besser sein als das Angebot, über Vereine eine Mitgliedschaft und somit die Integration in das Gesellschaftsleben unserer Stadt zu fördern.
Warum soll die Mitgliedschaft eine Barriere sein? Wenn ein Kind 40 mal im Jahr ins Hallenbad geht, zahlt es ca. 65 € Eintritt.
Eine Schnuppermitgliedschaft in einem Schwimmverein für z. B. 50 € Jahresbeitrag ist da preiswerter.
Im übrigen ist der Hinweis der Verwaltung, man habe in 1999 in einer Umfrage den Wunsch der Bürgerschaft nach einem Familiehallenbad erkannt, wenig seriös. Wer sagt schon auf die Frage, ob er ein Familienbad in Bonn wünsche, nein? Es ist doch nur eine Frage der Definition.
Ich weiß durch viele Gespräche mit den Badbesuchern, dass man unter einem Familienbad ein Angebot für alle Bevölkerungsgruppen versteht, separiert von den spezifischen Gruppen wie Schulen und Vereinen. Das Viktoriabad - bitte verzeihen Sie hier einmal mein „Partikularinteresse“ – kann durch eine kleine Erweiterung mit einem Kinderbecken incl. Babybecken im nicht genutzten Gruppenumkleidebereich diese dann komplette Funktion erreichen.
Das von der Verwaltung geplante große Hallenbad ist – losgelöst von Finanzierungsfragen und Wirtschaftlichkeit – nicht die Lösung der Bonner Bäderprobleme. Es wird mit dem geplanten Wellnessbereich nicht für 3 € anzubieten zu sein. Wenn man dann in Folge solcher Planungen diesen Teil privatisiert und ihn durch einen PPP betreiben lässt, ist die Preisbalance aufgehoben. Familien, die mindestens einmal in der Woche schwimmen gehen, können sich ein solches Angebot nicht leisten.
Fragen Sie Familien, die nach Rheinbach oder Bad Neuenahr fahren. Da sind locker 60 bis 80 Euro fällig. Unmöglich, so etwas wöchentlich umzusetzen.
Ich selbst habe mich aus einem ganz besonderen Grund über das Bäderkonzept Ihrer Fraktion gefreut: Es reflektiert kontinuierlich Ihre Argumentation der vergangenen Jahre: Wir müssen sparen und können uns auf Dauer einen derartigen Luxus nicht leisten.
Mit unserem Konzept ergänzen wir die Richtung Ihrer Fraktion. Mit einem durch die Vereine unter Betriebs-Leitung der SSF und des ISV geführten Schul-, Sport- und Vereinsbad konzentriert man die soziale Verpflichtung mit einem nachhaltigen Einspareffekt besonders im Bereich der Personalkosten.
Wir haben ein großes deutsches Unternehmen befragt, in welchem Kostenrahmen ein solches Hallenbad zu bauen ist. Der Verzicht auf eine Tiefgarage und der Wegfall des Wellnessbereichs würde zusammen ca. € 10 Mio. ausmachen. Energie-Contracting zuzüglich dann reduzierter technischer Ausstattung für den Wellnessbereich nochmals 2-3 Mio. €.
Selbst wenn es dann doch zwei Millionen mehr als das „Stadtbad“ der Verwaltung kosten würde: Es ist immer noch nur die Hälfte. Und nachhaltiger.
Bitte überlegen Sie unseren Vorschlag. Er ist seriös aufgestellt und verdient – so glauben wir – eine redlichere Beachtung als es die Verwaltung verlauten ließ.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
Mit freundlichen Grüßen
Heinz Gimpel
Bürgerinitiative Viktoriabad
4. Januar 2007
Neu - aktuell
Unser Initiativratsmitglied
Prof. Dr. Georg Rudinger
hat einen Öffentlichen Brief verfasst, der auf die Berichterstattung im General-Anzeiger vom 30.12.2006 über die Pressemitteilung der Stadtverwaltung zu unserem Bäderkonzept eingeht.
Dieser Öffentliche Brief geht u. a. als Leserbrief an den General-Anzeiger, persönlich an die Frau Oberbürgermeisterin und den Dezernenten Dr. Krapf.
T E X T :
Stellungnahme / Öffentlicher Brief des Initiativrats-Mitglieds der Bürgerinitiative Viktoriabad
Prof. Dr. Georg Rudinger
vom 4. Januar 2007
GA 30./31. 12.2006: Bericht über die Stellungnahme der Stadtverwaltung zum Bäderkonzept der Bürgerinitiative Viktoriabad „Unrealistische Vorstellungen“
Da hat die Bürgerinitiative Viktoriabad wohl den Nerv getroffen. Der General-Anzeiger hat zwar in seiner Meldung vom 30./31.12.2006 in seiner hochgeschätzten feinfühligen Art die hämischsten und herabsetzenden Äußerungen der Herren Krapf, Naujoks und Mähler gegen die Bürgerinitiative nicht wiedergegeben (wer es nicht glauben will, s. http://www.presse-service.de/static/65/653975F.html) , aber was man im GA lesen kann, reicht immer noch.
Was ist geschehen? Nun, die Bürgerinitiative hat sich „erdreistet“, ein Bäderkonzept vorzulegen, welches im Gegensatz zum städtischen „Konzept“ den Bestand aller Bonner Bäder durch nachhaltigen Einsatz investiver und erhaltender Finanzmittel ermöglicht: Frankenbad als Schul-, Sport-, Vereinsschwimmbad, Viktoriabad als städtisches Zentralbad mit urbaner Funktion ganz im Sinne der repräsentativen Befragung der Badbesucher aus dem Jahre 2002. So sakrosankt die nie ernsthaft diskutierten städtischen Zahlen sind (lockere 25 Millionen, Nachfolgekosten?), als so „unrealistisch“ werden die Zahlen der Initiative verurteilt, Zahlen allerdings, die durch externe Expertise abgesichert sind. Woher stammen eigentlich die städtischen Zahlen?
Als die Bonner Stadtverwaltung noch verzweifelt eine Übersicht über die Situation der Bonner Bäder zu erarbeiten versuchte, hatte die Initiative schon konzeptuelle Lösungen alle Bonner Bäder betreffend vorgelegt (u. a. Bürgerantrag zur Neuordnung des Bäderwesens, Energie-Contracting – Pilotprojekt im Hallenbad Beuel). Sieht so die Verfolgung von Partikularinteressen aus?
Als Herr Krapf im Sommer 2002 in Bonn sein Amt antrat, wurden ihm knapp 7000 Unterschriften der Initiative überreicht – Partikularinteressen? Kleine Gruppe? Ist die auf der SPD-home page lancierte suggestive Umfrage zur Schließung des Viktoriabades repräsentativ, sind über 100.000 Besucher des Viktoriabades aus allen Bevölkerungsgruppen eine „überschaubare Gruppierung“?
Aber mit dem Bäderkonzept der Stadtverwaltung werden wir es schon schaffen. Zum Wohle aller „Familien, Schulen und Vereine der gesamten Stadt Bonn“ (O-Ton Krapf) wird eine der letzten Absurditäten ausgemerzt werden, nämlich das „geradeaus Schwimmen“ (O-Ton Naujoks) in öffentlichen Bädern. Was wir stattdessen brauchen ist eben Spaß, Pools, Bäderlandschaften, Sauna, Massage dort und Einzelhandel hier. Sind denn inzwischen alle in der Stadtregierung für den „Einzelhandel“ zuständig, keiner mehr für Soziales, Lebensqualität, Bildung, Sport, Kultur, Urbanität?
Ach, wie wäre das Verwalten einer Stadt doch so schön und angenehm, gäbe es die Bürgerinnen und Bürger nicht. Gegen eine solche die Bürgerinnen und Bürger verachtende Grundeinstellung nähme sich allerdings ein absolutistischer Herrscher geradezu als Basisdemokrat aus.
Aktuell:
Die Stadtverwaltung (Dezernat Dr. Krapf) hat in einer Presserklärung vom 29.12.06 - nachzulesen auf der Homepage der Stadt - eine stillose und sachlich völlig falsche Kritik gegen uns losgelassen.
Scheinbar müssen wir mit unserem Bäderkonzept und der darin liegenden Begründung punktgenau argumentiert haben. Anders kann man sich diese völlig stillose und herabsetzende Reaktion nicht erklären.
Ein professionell geführtes Dezernat würde sich niemals in dieser Art und Weise über Bürgerengagement äußern.
Es folgt unser Antwortbrief an den zuständigen Dezernenten:
Sehr geehrter Herr Dr. Krapf,
wir gehen davon aus, dass die unter Betreff angegebene Presseerklärung von Ihnen verfasst bzw. autorisiert wurde und wenden uns deshalb an Sie, der Sie das zuständige Dezernat leiten und für den Sport in dieser Stadt Verantwortung tragen. Im Gegensatz zu unserer Presseerklärung wollen wir Ihnen umfassender, ausführlicher antworten.
Wir gehen davon aus, dass Ihnen unsere Aktionen, Bürgeranträge und Veranstaltungen der letzten fünf Jahre nicht verborgen geblieben sein können, zumal Sie selbst oder Vertreter des Fachamts vor Ort oder in den jeweiligen Ausschüssen anwesend waren.
Ein wesentlicher und unsere Initiativarbeit nachweislich prägender Faktor war immer, dass wir niemals nach dem St.-Florians-Prinzip agiert sondern immer die gesamte Bäderlandschaft im Auge hatten, sei es in der Frage der Umgestaltung des Eigenbetriebs Bonner Bäder in eine kGmbH oder bei der Vorarbeit zur Installierung des Arbeitsstabes Energiespar-Contracting. Immer haben wir uns für den Erhalt aller Bäder eingesetzt, niemals haben wir ausschließlich „Partikularinteressen“ vertreten. Uns dieses zu unterstellen, ist mehr als fragwürdig und zumindest intellektuell unredlich.
Ferner setzt sich „die Stadt“ mit dem öffentlichen Bild unserer Initiative auseinander und kommt zu dem Ergebnis, es handele sich um eine überschaubare Gruppierung mit eben diesen „klar auszumachenden Partikularinteressen“. Sie formulieren diese herabsetzende Einschätzung vor dem Hintergrund, dass nur Sie „an alle Familien, Schule und Vereine in der gesamten Stadt denken müssen“. Und stellen uns nochmals als Interessenvertreter von einzelnen und kleinen Gruppen dar. Das ist diffamierend, zumal zu Beginn unserer Initiativarbeit im Jahr 2001 die Schließung des einzigen barrierefreien und somit behindertengerechten Bades kurzfristig zu erwarten war. Behinderte sind in Ihrer Wahrnehmung also eine kleine Gruppe? Die präventivmedizinische Wassergymnastik mit wöchentlich mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern stellen Einzelinteresse dar? Der Schwimmverein Al-Hillal mit über 700 Mitgliedern an Samstagnachmittagen schwimmend eine kleine Gruppe? Über 100.000 Badbesuche sind also ein Ausdruck von Minderheitsschwimmen?
Ihnen selbst haben wir, kurz nach Ihrem Amtsantritt im Sommer 2002, knapp siebentausend Unterschriften für den Erhalt des Viktoriabades übergeben. Vergessen?
Des weiteren ist auch die sachliche Auseinandersetzung mit unserem Bäderkonzept irreführend und verfälscht in ihrer öffentlichen Bewertung den Kern unseres Konzepts. Wieder intellektuell unredlich.
Wir schlagen ein Schul-, Sport und Vereinsschwimmbad für das jetzige Frankenbad vor. Den Begriff Schulschwimmbad lassen Sie einfach außen vor. Ferner bewerten Sie in keiner Weise, dass wir den Impuls der vergangenen Jahre aus den Schwimmvereinen aufgegriffen haben und anregen, dieses neue Schul-, Sport- und Vereinsschwimmbad den Vereinen zum Betrieb zu übergeben.
Die SSF – fragen Sie Herrn Michael Scharf – waren immer bereit, sich hier mit ihrer Kompetenz einzubringen. Warum verschweigen Sie dieses wichtige Konzeptelement und negieren somit den nachhaltigen Einspareffekt unseres Konzepts im Bereich der Personalkosten?
Die Attraktivität eines solchen Schwimmsportzentrums könnte zudem eine attraktive Signalwirkung gerade im sozialpolitischen Bereich auslösen. Wenn Sie den Eintrittspreis gegen einen Vereins-Jahresbeitrag rechnen, wäre ein solches Breitensportangebot leicht umzusetzen.
Fast verletzend ist Ihre Argumentation in Bezug auf die nachgewiesene Verbindung des Zentralbades Viktoriabad mit seiner Funktion als Frequenzbringer für die Innenstadt und ein daraus resultierendes reales Kaufverhalten.
Die von unserer Initiative in Verbindung mit der Universität Bonn erarbeitete Studie (Managementreport seed/kom Prof. Dr. Georg Rudinger 2002) liegt Ihnen bzw. Ihrem Fachamt vor. Der eher einer niveaulosen Büttenrede zuzuordnende Heiterkeitseffekt in Ihrer Argumentation löst bei den Schwimmerinnen und Schwimmern im Viktoriabad bestenfalls ein trauriges Kopfschütteln aus.
Fazit:
Wir kommen nicht umhin festzustellen, dass in Ihrer Stellungnahme – leider – der in Ihrem Dezernat fast schon traditionell anmutende Hang zur Bürgerherabsetzung und latenten Häme zum Ausdruck gebracht wird. Wie wollen Sie da einen wegweisenden Dialog zwischen Verwaltung und Bürgerschaft in Gang setzen? Wir wissen, dass in anderen Dezernaten wesentlich bürgernäher agiert wird.
Frage:
Sollte man nicht endlich Sport und Kultur trennen, damit auch Bürgerinnen und Bürger sich mit ihrem Wunsch nach Beteiligung in der Verwaltung wieder finden?
Mit freundlichen Grüßen
Heinz Gimpel
für die
Bürgerinitiative Viktoriabad
Aktuell:
Eine Weihnachtsglosse...... mit aktuellem Inhalt
Da wollte sich die SPD-Ratsfraktion der Bundesstadt Bonn selbst ein schönes Weihnachtsgeschenk unter den Baum legen. Also kam man auf die Idee einer virtuellen Befragung der Bürgerschaft zum Bäderkonzept via Internet auf der eigenen Homepage. Allzu viele Bürgerinnen und Bürger sollten wohl nicht davon erfahren, man hätte sonst über eine Zeitungsmeldung im GA oder in der BR zur Teilnahme aufgefordert.
Und so hatte man flugs das gewünschte (Insider)Ergebnis:
55 % für eine Schließung des Viktoriabades
31 % für eine Schließung des Frankenbades und
22 % wollten beide Bäder erhalten.
Dann aber kam, vielleicht ein Engel des Herrn, und brachte den Schwimmerinnen und Schwimmer des Viktoriabades die Botschaft über diese Umfrage. Und, siehe da, nach zwei Tagen war das Ergebnis gewendet:
17 % wollten noch das Viktoriabad schließen,
60 % wollten das Frankenbad schließen und noch
23 % beide Bäder erhalten.
Das war für die Initiatoren der Umfrage aber eine schöne Bescherung.
Man zog die Umfrage flugs wieder zurück und bezichtigte die Befürworter des Viktoriabades der Manipulation.
Merke: Wer sich selbst beschenken will, der möge bereit sein, dieses Geschenk auf seinen inneren Wert hin zu prüfen.
Sonst kann man, wie hier geschehen, nur lesen: Außer Geschenkpapier nichts gewesen.
Ihnen allen ein schönes und friedliches Weihnachtsfest verbunden mit den besten Wünschen für das Neue Jahr!
Bürgerinitiative Viktoriabad
Heinz Gimpel
22.12.2006
Aktuell vom 6.12.2006
Die
Bürgerinitiative
VIKTORIABAD
stellt ihr Bäderkonzept vor:
Presseerklärung am 6. Dezember 2006:
Nach Jahren blamablem Nichtstuns stellt die Stadtverwaltung Bonn unter jetzt künstlich entfachtem Zeitdruck ein so genanntes Bäder“konzept“ vor, das
- dem tatsächlichen Bedarf nicht entspricht
- finanziell nicht fundiert ist
- reale Einsparpotentiale nicht ausschöpft.
Zwei Bäder zu schließen, um die Idee eines gigantischen Familienbades umzusetzen, ist weder als Konzept zu erkennen noch ist es die Lösung der Probleme im Bäderwesen.
Schulen und Vereine sowie andere soziale Gruppen haben neben der privat schwimmenden Bürgerschaft das Recht auf ein Angebot im Sinne kommunaler Daseinsfürsorge. Dieses Angebot gibt es in Bonn und es muss erhalten bleiben.
Die Bürgerinitiative Viktoriabad legt daher
folgendes Konzept vor:
Im Vergleich zum Verwaltungsvorschlag handelt es sich dabei um ein deutlich „abgespecktes“ Hallenbad.
Kernstück dieses Hallenbades wird ein modernes Wettkampf-Sportbecken, welches in Abstimmung mit den Vereinen konzipiert werden sollte. Vorstellbar ist ein 50-m-Becken mit 8 Bahnen, welches in der wettkampffreien Zeit in 2 x 25 m geteilt wird.
Eine z. B. mobil angelegte Zuschauertribüne sichert die Wettbewerbsattraktivität.
Ein Lehrschwimmbecken und ein Tauchbecken runden das Angebot ab. Für den Schulsport ideal.
Der gesamte Bau eines Wellness-Bereichs und auch die Tiefgarage entfallen!
Betrieben wird dieses Bad durch eine kGmbH oder gGmbH der Bonner Schwimmvereine, z.B. unter der Leitung der SSF.
Der gesamte Personalbedarf wird durch das Personal der Vereine bzw. der Schulen abgedeckt.
Dieser Neubau ist mit einer Kostenbegrenzung auf € 10 Mio. durchzuführen.
Folgende Vorteile ergeben sich:
a - Durch die Konzentrierung des Schul- und Vereinsschwimmens in diesem neuen Hallenbad werden in den anderen Bezirksbädern endlich größere Kapazitäten im Öffnungszeiten-Angebot für das öffentliche Schwimmen erschlossen.
b - Neben einer Kostenreduzierung um weit mehr als die Hälfte im Vergleich zum Verwaltungskonzept besticht dieser Vorschlag durch eine nachhaltige Kosteneinsparung im Personalbereich.
Für das Jahr 2005 waren € 380.000 an direkten Personalkosten für das Frankenbad angegeben.
c - Des weiteren wäre bei dieser Hallenbadgröße das soziale Umfeld des Frankenbades gesichert (u. a. Spiel- und Versammlungsplatz für Jugendliche) und das Parkplatzangebot für Benutzer und Anwohner gesichert.
d - Ein weiterer sozialer Aspekt wären die Eingliederungschancen, Kinder und Jugendliche, speziell aus dem Bonner Norden, durch eine zu fördernde Vereinsmitgliedschaft an den Schwimmsport heranzuführen.
Zusätzliche Anmerkung:
Grundsätzlich sollte man eine Wohn-Überbauung des neuen Hallenbades mit in die Planungen einbeziehen. Das schließt dann eine Tiefgarage mit ein.
Die Erlöse aus dieser Wohnüberbauung könnten in die Finanzierung des Hallenbades einfließen.
Es ist das mit weitem Abstand bestbesuchte Hallenbad und vernetzt die schwimmende Bürgerschaft mit dem Zentrum von Handel und Dienstleistung in der City.
Das Viktoriabad wird technisch auf neuen Stand gesetzt und entsprechend renoviert. Hierbei sollen Energiespar- bzw. Energieliefer-Contracting-Lösungen angewandt werden. Ein Volumen von insgesamt € 4 Mio. sollte hier ausreichen.
Die neben dem Lehrbecken befindlichen Gruppen-Umkleideräume werden zurückgebaut und schaffen Platz für ein Kinderschwimmbecken mit einem Planschbecken für die Kleinen. So wäre auch das Angebot für Familien sinnvoll ergänzt.
Für die dann erheblich reduzierte Gruppennutzung werden die im Keller befindlichen Umkleideräume bereitgestellt.
FAZIT:
Für die Bürgerinitiative Viktoriabad die Mitglieder des Initiativrates:
Dr. Marie-Luise Goldbach, Prof. Dr. Udo Kollatz, Prof. Dr. Georg Rudinger
und Heinz Gimpel
Bonn, den 6. Dezember 2006
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Management Report
m
Besucherbefragung Vi ktoria bad"Studienleitung
Prof. Dr. Georg Rudinger & Dr. Christian Rietz
Zentrum fijr Evaluation und
Methoden (ZEM)
Rheinische Friedrich-Wilhelms-
Universitat Bonn
RomerstraOe 164
53117 Bonn
SEED.KOM
Kompetenzzentrum
Survey, Epidemiologie,
Evaluation und Datenanalyse
DechenstraRe 12
53115 Bonn
Besucherbefragung Vi ktoriabad
Inhaltsverzeichnis
Wann wurde wer befragt?
.................................................................3.Befragtenzahl pro Offnungstag
.......................................................3.Befragtenzahl iiber die Tageszeiten hinweg
.......................................3Die Bindung der Besucher an das Viktoriabad
...................................4.Alter und Geschlecht
.....................................................................5.Was machen Viktoriabad-Besucher eigentlich?
...................................6Wie und woher kommt man zum Viktoriabad?
...................................... 7Was machen die Besucher vorher, was machen sie nachher?
............................ 9Unumstritten : Wirtschaftsfaktor Viktoriabad
....................................... l lDas Viktoriabad als Sportstatte..
.......................................................1 3Und was darf der Spass kosten
... Eintrittspreise ................................1 4Fazit
.............................................................................................1. 5ZEM
- Zentrum fiir Evaluation und Methoden derUniversiMt Bonn
SEED.KOM
- Kompetenzzentrum Survey,Epidemiologie, Evaluation und Datenanalyse
Besucherbefragung Viktoriabad
Wann
wurde wer befragt?Die Besucherbefragung wurde im Dezember 2001 im Viktoriabad zu den
normalen Offnungszeiten durchgefuhrt.
Befragtenzahl pro ~ffnungstag
Die mit den Offnungszeiten verbundenen Zahlen in Bezug auf den Tag
geben das Besucherverhalten verlasslich wieder. Das Viktoriabad ist
montags und donnerstags ganztags geoffnet, am Mittwoch und am
Sonnabend halbtags.
Befragtenzahl
pro OffnungstagMittwoch
Donnerstag 30.6
Sonnabend 259
Gesamt
keine
Angabe
Gesamt 1041
Tabelle
l: Verteilung der Befragung auf die ~ffnungstageBefragtenza hl
U ber die Tageszeiten hinwegEbenso reprasentativ scheint die Befragung auch hinsichtlich der
Befragungszeit zu sein, wobei ein Abgleich mit stadtischen Statistiken
diese Anna hme noch weiter untermauern konnte.
Abbildung
l: Verteilung der Befragung auf verschiedene UhrzeitenZEM
- Zentrum fijr Evaluation und Methoden derUniversiat Bonn
SEED.KOM
- Kompetenzzentrum Survey,Epidemiologie, Evaluation und Datenanalyse
Besucherbefragung Viktoriabad
Die in Abbildung
l dargestellten Haufigkeiten sind naturlich auch unterdem Aspekt zu sehen, dass nur am Montag und am Donnerstag das
Viktoriabad von
6:30 Uhr bis 21:00 Uhr geoffnet ist. Am Mittwoch liegendie dffnungszeiten zwischen
6:30 Uhr und 13:00 Uhr, am Sonnabendzwischen
8:00 Uhr und 13:OO Uhr. Gerade unter dem Aspekt derunubersichtlichen dffnungszeiten ware auch hier der angesprochene
Abgleich mit den stadtischen Statistiken aufschlussreich.
Die Bindung der Besucher an das Viktoriabad
Betrachtet man die Haufigkeit, mit der die Befragten das Viktoriabad
frequentieren, so zeigt sich eindeutig, dass uber
85% der Besucher dasViktoriabad regelmaBig ein- bis zweimal pro Woche oder haufiger
besuchen. Es handelt sich also mehr oder weniger um einen festen
Kundenstamm.
Abbildung 2: Besuchshaufig keit im Viktoriabad
I
an den meistenAbbildung 2 verdeutlicht noch einmal den hohen Anteil der ,,Stammgaste".
ZEM
- Zentrum fiir Evaluation und Methoden derUniversiBt Bonn
SEED.KOM
- Kompetenzzentrum Survey,Epidemiologie, Evaluation und Datenanalyse
Besucherbefragung Vi ktoria bad
Sind Viktoriabad-Besucher typische Bonner?
Stellt man sich die Frage nach dem Jypischen' Besucher des
Viktoriabades, so denkt man sicherlich zuerst an Studenten aus der nahen
Universitat oder Angestellte, die vor der Arbeit Kondition fiir einen langen
Arbeitstag tanken. Betrachtet man die Besucher hinsichtlich der Merkmale
Alter und Geschlecht genauer, so stellt man aber fest, dass die Besucher
des Viktoriabades dem Bonner Bevolkerungsdurchschnitt ahnlich sind,
auch wenn einige Abweichungen vorhanden sind, die aus anderen Studien
zum Alltagssport hinreichend bekannt sind.
Alter
und Geschlecht30.7% der Befragten sind zwischen 18 und 29 Jahre alt (21.3%)~. 50.7%
zwischen 30 und 64 3ahre (59.1%) und 18.5% alter als 65 Jahre (19.6%).
40.0% der Befragten waren mannlich (47.8%), 60.0% weiblich (52.2%).
Bemerkenswert ist die perfekte Entsprechung im Altersbereich uber 65
Jahre.
Jahre
Geschlecht mannlich Anzahl
10935.0%
weiblich Anzahl
65,0%
Gesamt
Anzahl100,0%
Tabelle 2: Alter und Geschlecht der befragten Viktoriabadbesucher
Ein besonders starker ,,~berhang" weiblicher Besucher ist bei den unter
29jahrigen und den uber 65jahrigen Besuchern des Bades feststellbar.
- - -
Gesamt
403
40,00/0
605
60,00/0
1008
100,0%
- P - - P P P P - - P P P P -
Alter
In Klammern Zahlen aus dem Datenbestand des Amtes fiir Statistik, das unter
www.bonn.de erreichbar ist.
30
bis 64Jahre
227
44,2%
286
55,8%
51 3
100,0%
ZEM
- Zentrum fiir Evaluation und Methoden derUniversiBt Bonn
SEED.KOM
- Kompetenzzentrum Survey,Epidemiologie, Evaluation und Datenanalyse
uber
65Jahre
67
36,4%
1 17
63,6%
184
100,0%
Besucherbefragung Viktoriabad
Was machen Viktoriabad-Besucher eigentlich?
Die befragten Besucher des Viktoriabades sind zum gri5Bten Teil
erwerbstatig (42.4O/0), Studenten oder Schuler (24.3%) oder aber auch zu
einem groDen Anteil Rentner oder Pensionar (22.9%).
Giiltig erwerbstatig
Renterlin,
PensionWin, im
Vorruhestand
Hausfrau/Hausmann
Studentlin, Schulertin
arbeitslos, Kurzarbeit
aus anderen GrOnden
nicht erwerbstiitig
Gesamt
keine Angabe
Gesamt
Prozent
42,4
229
784
24,3
1,3
112
99,5
,5
1
OO,oErwerbsatigkeitsstatus der Besucher des Viktoriabades
Es
handelt sich also nicht nur um Studenten (wie die Universiatsnahe vermutenlassen konnte) oder andere nicht Erwerbatige, die dieses stadtnahe Schwimmbad
frequentieren. Gerade der hohe Anteil der erwerbsttitigen Schwimmbadbesucher
deutet auch auf eine relativ hohe Finanzkraft der Schwimmbad-Besucher hin.
ZEM
- Zentrum fijr Evaluation und Methoden derUniversiBt Bonn
SEED.KOM
- Kompetenzzentrum Survey,Epidemiologie, Evaluation und Datenanalyse
Besucherbefragung Viktoriabad
Wie und woher kornrnt man zum Viktoriabad?
Die Frage nach der Anreise zum Viktoriabad fijhrt zu einem
uberraschendem Ergebnis: Obwohl jeder zweite Bonner statistisch
gesehen einen Personenkraftwagen zur Verfugung hat (157.984
zugelassene PKWs bei 309.663 Einwohnern) wird dieses Verkehrsmittel
nur von einer Minderzahl von Befragten (156 Befragte bzw. 15% der
Befragten gaben die Anreise rnit dern PKW an) genannt
- primar erfolgtdie ,,Anreise" zu FuB, rnit dern Fahrrad oder rnit dern offentlichen
Personennahverkehr.
Wie sind Sie heute zurn Viktoriabad bzw. in die Stadt gekommen?
zu
FuBrnit dern Fahrrad
rnit dern Linienbus
rnit StraBenbahn oder U-Bahn
rnit der Eisenbahn
rnit dern Auto
mit dern Taxi
auf eine andere Art und Weise
Gesamt
keine Angabe
r
Hghifii kietit - i rPjro-z entTabelle 4: Anreise zum Viktoriabad
Diese Befunde verdeutlichen den hohen Stellenwert einer ohne grol3en
Aufwand zu FuB oder rnit dern Fahrrad erreichbaren innerstadtischen
S portstatte.
ZEM
- Zentrum fiir Evaluation und Methoden derUniversitiit Bonn
SEED.KOM
- Kompetenzzentrum Survey,Epidemiologie, Evaluation und Datenanalyse
Besucherbefragung Viktoriabad
Diese These wird durch eine Betrachtung des Wohnsitzes der Befragten
untermauert.
Abbildung 3: Woher kommen die Besucher des Viktoriabades
Eine weitere hier nicht aufgefuhrte Ausdifferenzierung verdeutlicht, dass
die meisten Besucher des Viktoriabades in FuO-, Fahrrad- und OPNV-Nahe
zum Viktoriabad wohnen. Je langer die Anreise zurn Viktoriabad, desto
seltener wird das Bad besucht (92.5% der Befragten, die das Viktoriabad
fast jeden Tag besuchen, kommen direkt aus Bonn, aber nur
83.g0/0 derBefragten, die das Bad nur mehrrnals pro Jahr besuchen bzw. 50% der
Befragten, die das Bad noch seltener besuchen).
ZEM
- Zentrum fiir Evaluation und Methoden derUniversittit Bonn
SEED.KOM
- Kompetenzzentrum Survey,Epidemiologie, Evaluation und Datenanalyse
--..
Besucherbefragung Viktoriabad-
Was machen die Besucher vorher, was machen sie nachher?-
Die meisten Befragten (67.5%) gaben an, direkt von Zuhause zum Viktoriabad zu kommen. 18.9% der Befragten kommen direkt von derArbeit in das Viktoriabad.
- Abbildung 4: Woher kommen die Besucher des Viktoriabades?von Zuhause von der Arbelt vom woanders her
-
EinkaufenlEssenFur einen weiteren Teil der Befragten, die in der Stadt eingekauft oder
etwas gegessen haben (9.1%) scheint der Besuch des Viktoriabades den
Besuch in der Stadt abzurunden.
- -
Fragt man weiterhin, welches Ziel die Besucher nach dem Aufenthalt imViktoriabad anstreben, so zeigt sich eindeutig, dass die Mehrheit nach
dem Besuch des Viktoriabades in die Stadt geht, urn einzukaufen, zu
--
bummeln oder etwas zu essen (insgesamt 53.1%).Zur Arbeit gehen 11.3% der Befragten, nach Hause 33.1%.
Abbildung 5: Wohin gehen die Besucher des Viktoriabades?
ZEM
- Zentrum fiir Evaluation und Methoden derUniversiEit Bonn
SEED.KOM
- Kompetenzzentrum Survey,Epidemiologie, Evaluation und Datenanalyse
-
Besucherbefragung ViktoriabadSpannend ist nun noch eine Betrachtung, wer individuell woher kommt
und wohin geht: Von den 701 Befragten (67.4O/0), die von Zuhause
gekommen sind, gehen 201 direkt nach dem Schwimmbad-Besuch wieder
Nachhause, 74 Befragte werden nach dem Schwimmbadbesuch zur Arbeit
gehen und der groOte Teil der Befragten wird Einkaufen oder Bummeln
bzw. ein Cafe aufsuchen oder etwas essen (404 Befragte). Selbst von den
197 Befragten, die angaben, von der Arbeit zu kommen, werden nur 83
nach dem Viktoria bad-Besuch als Nach hause gehen
- 65 dieser Befragtenbetrachten den Besuch als Ausgangsbasis fiir weitere Unternehmungen in
der Stadt.
ZEM
- Zentrum fur Evaluation und Methoden derUniveniut
BonnSEED.KOM
- Kompetenuentrum Survey,Epidemiologie, Evaluation und Datenanalyse
Besucherbefragung Viktoriabad
Unumstritten: Wirtschaftsfaktor Viktoriabad
Viele Besucher des Viktoriabades kommen also aus der Stadt oder gehen
nach dem Besuch des Viktoriabades wieder in die Stadt. Eine Frage bezog
sich nun konkret darauf, wie vie1 Geld die Besucher des Viktoriabades in
der Stadt ausgegeben haben.
Wieviel Geld wird vor oder nach Besuch des Viktoriabades in
der Stadt ausgegeben?
keine Ausgabe
bis zehn DM
elf
bis 20 DM21 bis 50 DM
51 bis 100 DM
101 bis 500 DM
mehr als 500 DM
Gesamt
keine Angabe
Gesamt
Hdufi keit Prozent
+Tabelle 5: Wie vie1 Geld wird vor oder nach dem Besuch des
Vi ktoriabades
in der Stadt ausgegeben?Es zeigt sich eindeutig, dass nur jeder fijnfte Besucher des Viktoriabades
vor oder nach dem Besuch des Viktoriabades kein Geld in der Stadt
ausgegeben hat bzw. ausgeben wollte.
Berechnet man den Mittelwert, so lasst jeder Besucher, der das
Viktoriabad besucht, im Durchschnitt 65.36 DM (33.43
C) in der Stadt.Ausgehend von einer durchschnittlichen Besucherzahl von 70.000
Personen pro Jahr (ohne Beriicksichtigung von Vereinen oder
Schulklassen) ergibt sich somit ein Betrag von 4.600.000,00 DM
(2.235.942,65
E), den Besucher des Viktoriabades im Zusammenhang mitdem Badbesuch in der Stadt ausgeben.
ZEM
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SEED-KOM
- Kompetenzzentrum Survey,Epidemiologie, Evaluation und Datenanalyse
-
Besucherbefragung Viktoriabad-
Einige Teilbefunde sind hier berichtenswert: Besonders vie1 Geld lassen imDurchschnitt Hausfrauen und Hausmanner in der Stadt (99.05 DM bzw.
50.64
C), gefolgt von Erwerbstatigen (77.59 DM bzw. 39.67 C) und - uberrraschenderweise den Rentnern/Persionaren/Fruhrentnern (73.99 DMbzw. 37.83
C). ErwartungsgemaB wird von Schijlern und Studenten (28.03DM bzw. 24.33
C) und Arbeitslosen/Kurzarbeitern (17.96 DM bzw. 9.18 C)am wenigsten Geld ausgegeben.
-
Eine Ausdifferenzierung nach Alter betont nochmals den ijberraschendenBefu nd in Bezug auf die Rentner/Pensionare/Fru hrentner: Der im
Durchschnitt hochste Betrag wird von den iiber 65jtihrigen Besuchern des
- Viktoriabades ausgegeben (82.10 DM bzw. 41.98 C).Abb. 6: Durchschnittliche Ausgaben in DM nach Alter
ausdifferenziert
10-29 Jahre 30-64 Jahre >
65 JahreZEM
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Besucherbefragung Viktoriabad
Das Viktoriabad als Sportstatte
Ach, wenn ich doch nur konnte
... haufigere offnungszeiten?Haufig stellt sich die Frage, welche Auswirkungen es auf Attraktivitat und
Besucherzahl eines Schwimmbades hat, wenn die offnungszeiten im Sinne
beispielsweise taglicher oder langerer Zugangsmoglichkeiten liberalisiert
werden.
Im Rahmen der durchgefuhrten Befragung wurde deshalb erhoben, ob die
Besucher ofler in das Viktoriabad gehen wurden, wenn es taglich geoffnet
ware.
Abbildung 7: Wurden Sie haufiger in das Viktoriabad gehen,
wenn es taglich geoffnet ware?
keine Angabe
nein
Eine klare Mehrheit wiirde haufiger das Viktoriabad bei taglichen
offnungszeiten frequentieren. Dieser Trend ist umso deutlicher, je starker
die bisherige Nutzung ist (fast
9O0/0 der Befragten, die das Bad an fastjedem ~ffnungstagb esuchen, wiirde es auch gerne noch haufiger
nutzen). Je seltener die Besuche, desto weniger deutlich wird der Wunsch
nach taglichen ~ffnungszeiten.
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Besucherbefragung Viktoriabad
Und was darf der Spass kosten
... EintrittspreiseEine die Befragung abschlieBende Frage bezog sich auf den Betrag, den
die einzelnen Besucher maximal bereit waren, fur einen Besuch des
Viktoriabades auszugeben (pro Besuch). Hier zeigt sich, dass eine breite
Mehrheit (51.3OI0) einen Betrag zwischen funf und sechs DM (2.56 E und
3.07 C) als Eintrittspreis fiir angemessen halt.
Abbildung 7: Wie vie1 Geld waren Sie maximal bereit, fijr einen
Besuch des Viktoriabades auszugeben?
3-4
DM 5-6 DM 7-8 DM 9-10 DM 11 -l6 keineDM Angabe
Immerhin noch 209 Befragte (20.1%) wurden zwischen sieben und acht
DM (3.58 E und 4.09 C) fur einen Besuch des Viktoriabades entrichten.
187 Befragte (18%) hingegen ziehen eine deutliche Grenze bei maximal
vier DM (2.05
C).Im Mittel sind die Befragten bereit, 5.94 DM (3.04 E) fur einen Besuch des
Viktoriabades auszugeben. Mit der Haufigkeit des Besuches steigt diese
Bereitschaft: Bei Angabe des drei- bis viermaligen Besuches werden im
Mittel 6.23 DM (3.19 C) pro Besuch angegeben, bei ein- bis zweimaligem
Besuch pro Woche 5.86 DM (3.00 E), bei ungefahr einem Besuch pro
Monat 5.56 DM (2.84 C) und bei mehrmaligem Besuch pro Jahr 5.30 DM
(2.71 C).
Das bedeutet, dass diejenigen Personen, die durch oftmalige Benutzung
zu einer starkeren Nutzung des Viktoria bades beitragen, auch bereit sind,
einen hoheren Beitrag zur Kostendeckung zu leisten.
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Besucherbefragung Vi ktoria bad
Fazit
Die Ergebnisse der auf einer breiten empirischen Basis von 1041
Befragungen durchgefuhrten Studie lassen sich wie folgt
zusammenfassen :
Das Viktoriabad ist das Bad der Bonner Burger alter Alters-,
Ein kommens- und Berufsgruppen.
Das Viktoriabad geniesst bei seinen Besuchern hijchste Akzeptanz.
Das Viktoriabad ist in die urbanen alltaglichen Lebensablaufe
(Arbeiten, Einkaufen, Bummeln) der Bonner Burger eingebettet.
Das Viktoriabad ist ein Wirtschaftsfaktor ersten Ranges. Seine
Besucher geben ungefahr 2.340.000,OO € in der Bonner (Innen-)
Stadt aus.
Die Besucher des Viktoriabades tragen durch ihre Anreise zu Ful3,
mit dem Fahrrad oder mit dem offentlichen Personennahverkehr zu
einer nachhaltigen und ressourcenschonenden Stadtentwicklung bei.
Bei haufigeren und/oder langeren ~ffnungszeitenw urde die
Besucherza h1 spurbar steigen
.ZEM
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SEED.KOM
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Aktuell
02.12.06:
P R E S S E K O N F E R E N Z
Mittwoch, der 6. Dezember 2006
15 Uhr
im Versammlungsraum der Gedenkstätte im Verein an der Synagoge (Viktoriabadhaus)
Die Bürgerinitiative für den Erhalt des Viktoriabades stellt ihr Bäderkonzept vor!!
Bitte verfolgend Sie in den nächsten Tagen die Presseberichterstattung
Für die Bürgerinitiative
Heinz Gimpel
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Aktuell:
18. November 2006
Wichtig-Wichtig-Wichtig!!!
Am Donnerstag,
den 30. November 2006,
Beginn: 20 Uhr im Fraktionssaal im ALTEN RATHAUS am Markt,
veranstaltet die CDU-Ratsfraktion ihren Informationsabend
zum Thema:
Viktoriabad - Citybad mit Bedeutung
einen Informationsabend.
Es informieren die Stadtverordneten
Dieter Steffens (CDU)
Wilfried Reischl (CDU)
und
Christine Overmans (CDU)
Die Bürgerinitiative Viktoriabad fordert alle am Erhalt des Viktoriabades Interessierten auf, an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Die CDU-Ratsfraktion setzt sich für den Erhalt des Viktoriabades ein. Das ist nicht einfach, zumal sich im Augenblick eine Mehrheit für die Schließung des Viktoriabades abzeichnet.
Klartext:
Wenn wir Bürgerinnen und Bürger hier nicht Farbe bekennen und uns erkennbar hinter die CDU-Ratsfraktion stellen, wird es schwer werden, Lösungen zu finden, die den Erhalt unseres Bades möglich machen.
Daher:
Jeder, der das Viktoriabad erhalten will, kommt zu dieser CDU-Informationsveranstaltung.
Es geht dabei um unsere Innenstadt, um unsere individuelle Lebensqualität und auch darum, wer in Zukunft die Innenstadt dominiert:
Ökonomische Interessen oder Bürgerwille.
Flagge zeigen und kommen!!
Aasch huh!!!!
Heinz Gimpel
BI Viktoriabad
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Aktuell: 18. November 2006
Die Grünen sind umgefallen......
Im Vorfeld des Wahlkampfes 2004 bekannte sich die damalige Spitzenkandidatin und immer noch Sprecherin der Grünen-Ratsfraktion, Frau Dorothee Paß-Weingartz im Wahlprüfstein der Bürgerinitiative Viktoriabad wie folgt zum Viktoriabad:
Zitat: "Das Viktoriabad, als Zentralbad der Stadt, muss auf jeden Fall erhalten bleiben." Zitat Ende.
Und weiter:
Zitat: "Ich werde mich selbstverständlich auch nach der Kommunalwahl persönlich für die Erhaltung des Viktoriabades einsetzen. Das Viktoriabad steht für uns nicht zur Disposition." Zitat Ende.
In der letzten Sportausschusssitzung haben sich die Grünen unter Paß-Weingartz nicht nur zur Schließung des Viktoriabades bekannt. Es ist ausschließlich Taktik im Sinne von Einflussnahme im Machtspiel der Fraktionen um politische Mehrheiten. Man hat sich der SPD wieder angedient.
Für viele Bürgerinnen und Bürger haben sich die Grünen damit in die Mitte der verdrießlichen Ränkespiele der Bonner Kommunalpolitik begeben.
Bedauerlich ist vor allen Dingen, dass sie sich nicht um einen machbaren Kompromiss bemüht haben.
Heinz Gimpel
für die BI Viktoriabad
25.10.06
Neu!!
Wichtig!!!
Für Donnerstag, den 9. November 2006,
Beginn 18.00 Uhr,
laden wir ein zu einer Bürgerversammlung im Viktoriabad-Komplex, Seminarraum der Gedenkstätte (früherer Verein an der Synagoge).
Wir haben den Vorsitzenden des Sportausschusses, den Stadtverordneten Dieter Steffens (CDU) eingeladen, uns das Bäderkonzept seiner Fraktion zu erläutern. Dieses Konzept sieht in seiner für uns wichtigen Konsequenz den Erhalt des Viktoriabades vor.
Es ist von entscheidender Bedeutung, dass diese Bürgerversammlung gut besucht sein wird. Nur so können wir Einfluss auf die politische Entscheidung für den Erhalt des Viktoriabades nehmen.
Kommt!!!
gez.
Heinz Gimpel
Bürgerinitiative Viktoriabad
18.10.06
Bürgerinitiative
V i k t o r i a b a d
(www.bi-viktoriabad-bonn.de.vu)
Es folgt die Presseerklärung der Bürgerinitiative von heute, Mittwoch, den 18.10.2006, zum Bäderkonzept der Verwaltung mit dem Inhalt, das Viktoriabad zu schließen und das Frankenbad neu aufzubauen.
Abs.: Heinz Gimpel, Rathausgasse 34, 53111 Bonn, Tel. 0228 638940 / 0160 8707847
Für die Bürgerinitiative Viktoriabad bitte ich um die Veröffentlichung folgender Presseerklärung:
Taktischer Aktionismus?
Die von der Verwaltung als Grundlage für die Entscheidung aufgelegten Zahlen, das Viktoriabad zu schließen und das Frankenbad neu aufzubauen, resultieren ausschließlich aus Schätzungen. Darf man so etwas als Konzept bezeichnen? Basiszahlen fehlen. Wie viel kostet das neue Frankenbad, Frau Dieckmann?
Die errechneten Salden stellen Annahmen dar, Risiken sind nicht dargestellt. Man hat sich sein Zahlenwerk schön gerechnet. Um es deutlich zu sagen: Dem Anspruch, den städtischen Haushalt nachhaltig zu entlasten, kommt das CDU-Konzept unter Beibehaltung des Viktoriabades wesentlich näher.
Die Verwaltung macht den nicht nachvollziehbaren Fehler, das Frankenbad gegen das Viktoriabad zu stellen und lässt die wesentlichen Faktoren wie Innenstadtanbindung, Frequenzbringer für den Einzelhandel und bequeme Erreichbarkeit besonders für die zunehmende Zahl älterer Leute völlig außer acht. Man macht ebenso einen Fehler, wenn man glaubt, die Besucher des Viktoriabades würden das neue Familienbad Frankenbad in gleicher Weise frequentieren.
Das CDU-Konzept sollte insofern ergänzt werden, als dass man die Perspektiven aufzeigt, die hier - auch für den Haushalt – liegen: Durch Fankenbadaufgabe gewonnenes Personal kann in allen anderen Hallenbädern eingesetzt werden, die Öffnungszeiten ausgedehnt, Schul- und Vereinsschwimmen intelligent aufgeteilt und mit gezielten Sanierungsmaßnahmen auch die Attraktivität der einzelnen bestehenden Hallenbäder erreicht werden. In einem Kostenrahmen, der den Haushalt selbst nach den Investitionszahlen der Verwaltung immer noch spürbar entlastet.
An alle Unterstützer, an alle Schwimmerinnen und Schwimmer des Viktoriabades richten wir die Bitte:
Schreiben Sie Leserbriefe an den GA und die BR, schreiben Sie vor allen Dingen an die CDU, damit sie bei ihrem Konzept bleibt, welches den Erhalt des Viktoriabades vorsieht!!
Wenn wir die CDU unterstützen, wird das Viktoriabad mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht geschlossen!!
27.9.2006
Heute, am 27. September 2006, hat die CDU-Ratsfraktion ihr Bäderkonzept vorgestellt.
Die Kernaussage lautet:
Das Viktoriabad bleibt erhalten und das Frankenbad soll geschlossen werden.
Dieser Umdenkungsprozess ist bemerkenswert. Hierfür sei vor allen Dingen den CDU-Mitgliedern im Sportausschuss und im besonderen Frau Overmans (CDU-Ratsmitglied für Bonn-Innenstadt) gedankt.
Um diese CDU-Entscheidung dauerhaft zu festigen, bittet der Initiativrat der Bürgerinitiative alle Schwimmerinnen und Schwimmer, einen die CDU lobenden Leserbrief an den General-Anzeiger zu schreiben und somit dafür zu sorgen, dass dieser Entschluss nicht in demnächst möglichen Koalitions-verhandlungen mit der SPD als Verhandlungsmasse revidiert wird.
Nur wenn die Viktoriabad-Besucher einstimmig und öffentlich für dieses Bäderkonzept der CDU eintreten, ist der Erhalt des Viktoriabades dauerhaft sicher.
-----Ursprüngliche
Nachricht-----
Von: heinz gimpel [mailto:bi-viktoriabad@onlinehome.de]
Gesendet: Mittwoch, 28. Juni
2006 09:18
An: 'dezernatsleitung.OB@bonn.de'
Betreff: Bäderkonzept 2006
Sehr verehrte Frau Oberbürgermeisterin,
basierend auf der Pressemitteilung im General-Anzeiger vom 24.6.06 darf festgestellt werden, dass Sie im Rahmen eines bisher nur in Fragmenten bekannten „Bäderkonzepts“ die grundsätzliche Schließung des Viktoriabades befürworten.
In unserem Wahlprüfstein zur Kommunalwahl 2004 haben Sie sich in Ihrer Erklärung vom 2. Juni 2004, Zitat Anfang:
„immer für den Erhalt des Viktoriabades ausgesprochen“, Zitat Ende.
Des weiteren haben Sie sich in dieser Erklärung auch für eine Sanierung und Modernisierung des Viktoriabades ausgesprochen.
Berücksichtigt man die Tatsache, dass die Haushaltslage im Sommer 2004 weitaus schlechter war als jetzt, zwei Jahre später, kann uns Ihre neue Position bei der Problemlösung im Bonner Bäderwesen nur verwundern.
Ohne die bekannten Gründe für den Erhalt eines zentralen City-Hallenbades hier strapazieren zu wollen, stellen wir fest, dass die Attraktivität der Bonner Innenstadt für die Bürgerinnen und Bürger strukturell extrem gemindert würde, sollte das Viktoriabad einem wie auch immer gearteten neuen Bäderkonzept zum Opfer fallen.
Unsere Vorschläge zur Sanierung und Modernisierung der Bonner Hallenbäder werden wir zeitnah zur vollständigen Veröffentlichung Ihrer Planungen vorstellen.
Mit freundlichen Grüßen
Heinz Gimpel
für die Bürgerinitiative Viktoriabad
Sehr geehrter Herr Gimpel,
danke für Ihre mail; leider komme ich erst heute dazu, Ihnen darauf zu antworten.
Es ist in der Tat richtig, dass im Vorschlag der Verwaltung zur Haushaltskonsolidierung die Schließung von ein bis zwei Hallenbädern als Alternativen enthalten ist.
Es ist auch richtig, dass sich die SPD-Fraktion im Grundsatz positiv zu den alle (!) Leistungsbereiche des kommunalen Angebotes umfassenden Vorschlag geäußert hat.
Gleichwohl ist aber auch richtig, dass der Vorschlag noch nicht weiter politisch diskutiert und schon gar nicht entschieden ist.
Es gehört aber auch zu der leider unbestreitbaren Wirklichkeit, dass die Haushaltslage mitnichten besser als 2004 ist. Die besseren Steuereinnahmen haben den Fehlbetrag deutlich reduziert, aber nicht nachhaltig beseitigt. Würden wir - nur die Jahre 2006 und 2007 betrachtend - nun die Hände in den Schoß legen, hätten wir bereits im Jahre 2010 wieder einen aufgelaufenen Fehlbetrag von € 110 Mio. Es ist aus meiner Sicht nicht verantwortliche Haushaltspolitik, jetzt die allumfassende Entwarnung zu geben, um dann 2008 wieder Warnsignale auszugeben.
Wir müssen jetzt handeln. In der Kultur werden € 5 Mio gespart - das ist deutlich mehr als im Sportbereich (sicher auch von einer höheren Ausgangsbasis aus). Im Sozial- und Jugendbereich wird ebenfalls der Rotstift angesetzt werden.
Wollen wir den Haushalt wirklich nachhaltig in den Griff bekommen, müssen Veränderungen, auch drastische, im Leistungsangebot sein.
Das ist nicht populär, aber im Zweifel ohne Alternative.
Welche genauen Kürzungen vorgenommen werden, wird im Herbst Gegenstand der politischen Diskussion sein. Dort werden wir sicher reichlich Gelegenheit zum weiteren Austausch haben. Eine Anmerkung sei aber noch gemacht - die bisherigen Vorschläge sehen vor, Leistungseinschnitte an der einen Stelle mit sicherlich zu begrüßenden Modernisierungen an anderer Stelle (hier: im Bäderbereich) zu verknüpfen. Ich denke, dass darf nicht unterschätzt werden.
Mit freundlichen Grüßen
Wilfried Klein
Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bonn
www.wilfried-klein.de www.spd-bonn-im-rat.de
Telefon 0228-772080 - FAX 0228-658220
Altes Rathaus am Markt, 53111 Bonn
Von:
heinz gimpel [mailto:bi-viktoriabad@onlinehome.de]
Gesendet: Mittwoch, 28. Juni
2006 09:25
An: Klein, Wilfried
Betreff: Bäderkonzept 2006
Sehr geehrter Herr Klein,
basierend auf der Pressemitteilung im General-Anzeiger vom 24.6.06 darf nunmehr festgestellt werden, dass die Oberbürgermeisterin, und laut GA auch die SPD-Fraktion, im Rahmen eines bisher nur in Fragmenten bekannten "Bäderkonzepts" die grundsätzliche Schließung des Viktoriabades befürwortet.
In unserem Wahlprüfstein zur Kommunalwahl 2004 hat sich die Oberbürgermeisterin in Ihrer Erklärung vom 2. Juni 2004, Zitat Anfang: "immer für den Erhalt des Viktoriabades ausgesprochen", Zitat Ende.
Des weiteren hat Sie sich in dieser Erklärung auch für eine Sanierung und Modernisierung des Viktoriabades ausgesprochen.
Berücksichtigt man die Tatsache, dass die Haushaltslage im Sommer 2004 weitaus schlechter war als jetzt, zwei Jahre später, kann uns diese neue Position bei der Problemlösung im Bonner Bäderwesen nur verwundern.
Ohne die bekannten Gründe für den Erhalt eines zentralen City-Hallenbades hier strapazieren zu wollen, stellen wir fest, dass die Attraktivität der Bonner Innenstadt für die Bürgerinnen und Bürger strukturell extrem gemindert würde, sollte das Viktoriabad einem wie auch immer gearteten neuen Bäderkonzept zum Opfer fallen. Stichwort: Zentrenschädlichkeit.
Unsere Vorschläge zur Sanierung und Modernisierung der Bonner Hallenbäder werden wir zeitnah zur vollständigen Veröffentlichung Ihrer Planungen vorstellen.
Mit freundlichen Grüßen
Heinz Gimpel
für die Bürgerinitiative Viktoriabad